nordsee.text: So schaffen Sie es, Ihr Buch in diesem Jahr zu schreiben (Foto: Andrew Neel/Unsplash)

Ein Buch schreiben! Für manche ist das ein Traum und wäre unternehmerisch genau der richtige Schritt. Aber, puh! Wie unendlich viel Arbeit da vor Ihnen liegt, oder? Und dann sind da ja noch all die anderen Fragen, die Sie daran hindern, jetzt sofort mit dem Schreiben zu beginnen. Klingt bekannt? Dann sage ich Ihnen jetzt, wie Sie es schaffen, Ihr Buch in diesem Jahr zu schreiben.

1. Machen Sie Ihr Buch zur Priorität

Wenn Ihr Buch nur ein Vorhaben von vielen ist, wenn Sie das Schreiben immer wieder verschieben, weil Ihnen irgendetwas dazwischen kommt, das Ihnen im ersten Moment interessanter und leichter erscheint, dann wird das nichts mehr in diesem Jahr.

Machen Sie Ihr Buch deshalb zur Priorität. Lassen Sie es nicht für irgendetwas sausen, das nicht auch noch ein paar Stunden, Tage oder Wochen warten könnte. Tragen Sie sich Ihre Schreibtermine fest in Ihren Kalender ein, und dann halten Sie sich daran. Und wenn Sie merken, dass Sie an diesen Terminen doch dazu neigen, sie gegen etwas anderes einzutauschen, dann versuchen Sie es mal mit diesem Trick: Den inneren Schweinehund überwinden – mit der 5-Sekunden-Regel.

2. Planen Sie Ihr Buch gut vor

Viele Autor_innen sparen sich eine aufwendige Vorbereitung, weil sie alles schon im Kopf haben und denken, sie wüssten ganz genau, wo es langgehe. Doch spätestens dann, wenn sie irgendetwas überarbeiten und überarbeiten und überarbeiten, weil es nicht stimmig ist, oder wenn sie einfach nicht voran kommen, merken sie, wie wichtig die Vorbereitung sein kann.

Ein Buch zu schreiben ist schon schwierig genug – Sie müssen es sich wirklich nicht noch schwerer machen. Legen Sie deshalb Ihr Thema genau fest und planen Sie Ihr Buch so vor, dass ihnen in allen Einzelheiten klar ist, was Sie wie schreiben wollen. So halten Sie nicht bei jedem Absatz verunsichert inne oder lassen sich aufgrund der Frustration wieder ganz leicht ablenken (s. Punkt 1). Mehr dazu, wie Sie Ihr Sachbuch vorbereiten, lesen Sie in „6 Gründe + 1, warum Sie Ihr Sachbuch besonders gut vorbereiten sollten [mit Gratis-Arbeitshilfe zum Download] “.

3. Machen Sie sich einen Zeitplan

Ein oft unterschätzter Vorteil der genauen Planung ist, dass Sie Ihren Arbeitsaufwand aufgrund der vorgeplanten detaillierten Struktur in überschaubare Häppchen einteilen, die Sie nach und nach abarbeiten, wann immer Sie genügend Zeit dafür haben.

Eine prima Hilfe, um diese Häppchen auch bei ganz wenig Zeit konzentriert abarbeiten zu können, ist die 50-20-50-Methode. Ich schwöre mittlerweile selbst darauf und kann sie Ihnen wirklich sehr empfehlen. Wenn Sie sie einmal ausprobieren wollen, lesen Sie hier meinen Artikel darüber: „Die 50-20-50-Methode: So können Sie neben Arbeit und Familie noch ein Buch schreiben“.

4. Trauen Sie sich das Schreiben zu

Wer noch nie ein Buch geschrieben hat, traut sich das Schreiben oft nicht zu. Der Wunsch, ein Buch zu schreiben, ist zwar da, und er ist vielleicht sehr groß, aber Schreiben? Geht gar nicht. Kann ich nicht. Das liest doch kein Mensch, so schlecht wie ich schreibe.

Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Genau so geht es auch vielen Autor_innen, die bereits mehrere Bücher veröffentlicht haben. Diese inneren Kritiker_innen bringt man nicht so leicht zum Verstummen, auch nicht mit viel Erfahrung. Das ist in vielen Fällen auch gut so, weil man sonst vielleicht zu sehr abheben würde. Aber diese ewige innere Nörgelei kann einen auch ziemlich frustrieren. Und fertig wird das Buch so auch nicht.

Probieren Sie es deshalb einfach aus. Orientieren Sie sich an Sachbüchern, die Sie gut finden, und versuchen Sie, in einem ähnlichen Stil zu schreiben. Schreiben Sie drauflos, und vermeiden Sie es, gleich nach ein, zwei Absätzen nochmal von vorne zu beginnen, weil Sie diese Absätze jetzt schon grauenhaft finden. Das hält Sie viel zu sehr auf. Und überarbeiten werden Sie Ihr Buch ohnehin noch ein paarmal – da können Sie genauso gut jetzt erst einmal drauflos schreiben.

Falls Sie nach vielen Versuchen aber immer noch der Ansicht sind, Sie könnten nicht schreiben, oder irgendetwas sei mit Ihren Texten nicht in Ordnung, dann suchen Sie sich entweder eine_n Coach_in oder beauftragen Sie eine_n Ghostwriter_in.



5. Denken Sie ans Schreiben, nicht an das fertige Buch

Was viele Autor_innen beim Schreiben manchmal sehr ablenkt, ist der Gedanke an das, was kommen könnte. Mal sind es positive Tagträume, in denen sie sich gerührt für eine Auszeichnung bedanken, mal sind es Alpträume, weil die Veröffentlichung, das Marketing und all die anderen Arbeiten sie jetzt schon furchtbar unter Druck setzen.

Versuchen Sie, sich diesen Träumen, egal ob positiv oder negativ, nicht hinzugeben. Erwischen Sie sich beim Träumen, ärgern Sie sich aber nicht über sich selbst. Erkennen Sie es einfach nur an: Aha, schon wieder geträumt! Und dann gehen Sie direkt wieder ans Schreiben.

6. Helfen Sie Ihrer Konzentration mit kleinen Tricks

Wenn Sie während des Schreibens Konzentrationsprobleme bekommen und Ihnen einfach alle guten Ideen ausgehen, dann helfen Sie sich mit kleinen Tricks wie diesen: Zum einen können Sie immer wieder ganz gezielt spazieren gehen. Warum das hilft und wie das wissenschaftlich untersucht wurde, lesen Sie in „Warum Sie spazieren gehen sollten, wenn Sie ein Buch schreiben“.

Zum anderen hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, ein Buch an einem anderen Ort zu schreiben, weg vom eigenen Schreibtisch, mindestens an einem anderen Schreibort in der Wohnung, wenn nicht sogar an einem völlig anderen Ort. Dazu können Sie in „5 Gründe, warum es sinnvoll ist, Ihr Buch an einem anderen Ort zu schreiben“ mehr lesen. Und sollten Sie gerade aus dem Urlaub kommen und nicht ins Schreiben zurückfinden, habe ich hier ein paar Tipps für Sie: „Wie kommt man nach dem Urlaub wieder ins Schreiben?“.

7. Fangen Sie jetzt an

Viele Unternehmer_innen, die ein Buch schreiben möchten, denken sehr, sehr lange darüber nach. Manche jahrelang, manche sogar jahrzehntelang. Und jedesmal wieder haben sie das Gefühl, dass das Ganze immer noch nicht rund genug sei, um mit dem Schreiben zu beginnen. Aber so wird das mit dem Buch natürlich auch nichts.

Schieben Sie es deshalb nicht weiter auf die lange Bank, sondern fangen Sie jetzt mit Ihrem Buch an. Lesen Sie mehr dazu in „Warten, bis die Muse küsst? – Wann sollten Sie anfangen, Ihr Buch zu schreiben?“. Rund bekommen Sie Ihr Thema nämlich durch eine gute Vorbereitung. Und dann schaffen Sie es auch in einem Jahr, Ihr Buch zu schreiben.

 

 


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