Die drei wichtigsten Regeln beim Schreiben und Veröffentlichen eines Sachbuches

Ob Sie ein Sachbuch für Ihre Kund_innen, Kolleg_innen oder die breite Öffentlichkeit schreiben möchten, Sie werden in jedem Fall eine Menge beachten müssen. Vieles ist abhängig von Zielgruppe und Thema. Doch alle haben etwas gemeinsam: die drei wichtigsten Regeln beim Schreiben und Veröffentlichen eines Sachbuches.

1. Nehmen Sie Ihre Leser_innen ernst

Ihre Leser_innen sind die Käufer_innen des Buches, seine Rezensent_innen, seine Multiplikator_innen und möglicherweise auch bald Ihre Kund_innen. Drei gewichtige Gründe, um sie sehr ernst zu nehmen.

Was heißt „ernst nehmen“ und wie macht man das? So:

  • Beschäftigen Sie sich schon in Ihrer Buchvorbereitung mit den Leser_innen, Ihrer Zielgruppe. Wer sind diese Menschen? Welche Themen interessieren sie? Auf welche Fragen suchen sie eine Antwort? In welcher Form suchen sie sie? Welche Antworten können Sie ihnen geben?
  • Recherchieren Sie Ihr Thema sehr gründlich. Nicht sagt deutlicher: „Sie als Leser_in interessieren mich nicht“ als ein schlecht recherchiertes Buch.
  • Bieten Sie den Leser_innen korrekte Informationen.
  • Schreiben Sie offen und ehrlich. Vermeiden Sie um jeden Preis Wischiwaschi, Übertreibungen und Eigenwerbung.
  • Verkaufen Sie Ihre Leser_innen nicht für dumm, indem Sie auf Klischees, Banalitäten und Polemik zurückgreifen oder ihnen völlig unrealistische Versprechungen machen.
  • Lassen Sie ein Profi-Lektorat durchführen. Gute Lektor_innen finden alle Lücken und Ungereimtheiten und helfen Ihnen dabei, Ihr Buch verständlich und gut lesbar zu schreiben (lesen Sie dazu auch „6 Gründe, warum Sie ein Lektorat für Ihr Sachbuch benötigen“).
  • Lassen Sie am Ende auch ein Profi-Korrektorat durchführen. Die Rechtschreibkorrektur Ihres Schreibprogramms ist für eine abschließende Korrektur nicht ausreichend. Ein nicht korrigiertes Manuskript beinhaltet in der Regel so viele Fehler, dass Leser_innen dadurch immer wieder stolpern und mehr über das falsch geschriebene Wort nachdenken als über das, was Sie geschrieben haben.
  • Geben Sie Ihrem Buch ein übersichtliches und passendes Buchlayout. Das Layout von gedruckten Büchern und E-Books unterscheidet sich übrigens ein wenig – Sie sollten also im besten Fall auch hier Profi-Hilfe in Anspruch nehmen.

2. Bleiben Sie authentisch

Authentisch zu sein ist im Unternehmensalltag oft wenig gefragt. Da zählt manchmal mehr, sich Vorgaben und Erwartungen anderer anzupassen und zu funktionieren. Doch bei Büchern hat Authentizität tatsächlich Relevanz. Sie ist nicht nur, aber insbesondere dann wichtig, wenn Sie eine Dienstleistung anbieten und viel Kontakt mit Kund_innen haben. Die sollten Sie in Ihrem Buch wiedererkennen können.

Wenn Sie als Unternehmer_in ein Buch veröffentlichen, dann ist es wichtig, dass Leser_innen Sie dahinter auch sehen, hören und spüren können. Und zwar nicht Sie in Ihrer Funktion, sondern Sie als Mensch, als Individuum. Erst dann kann zwischen Ihnen eine gute und effektive Bindung über das Buch entstehen.

Bleiben Sie deshalb sowohl in der Sprache als auch in den Inhalten Sie selbst – verbiegen Sie sich auch nicht, bloß weil irgendetwas gerade im Trend liegt oder Sie sich dadurch kurzfristig höhere Verkäufe erhoffen. Außerdem: Bis Sie das Buch fertig geschrieben und veröffentlicht haben, ist der Trend wahrscheinlich ohnehin schon wieder passé.

3. Schreiben Sie nur, was Sie auch selbst lesen wollen

Sehr viele Sachbücher klingen beliebig, oberflächlich oder sogar überheblich. Oftmals bestehen sie vor allem aus heißer Luft und zahllosen Wiederholungen dieser heißen Luft, die sich sehr bald so liest wie ein enger, nicht gelüfteter Sitzungsraum nach vier Stunden Besprechung riecht. Für Leser_innen ist das eine Zumutung, die nicht zuletzt auch Ihrem Ruf schaden kann. Achten Sie deshalb darauf, Ihr Buch so zu schreiben, dass es inhaltlich und sprachlich nicht nur den Lese-Ansprüchen Ihrer Zielgruppe, sondern auch Ihren eigenen genügen würde.

Beginnen Sie damit schon in der Vorbereitung, haben Sie Ihre Zielgruppe immer im Blick, lassen Sie Ihre Texte ein paar Tage oder Wochen lang liegen, lesen Sie dann drüber und überlegen Sie, ob Sie selbst dies wirklich jemals lesen wollen würden und ob es Ihnen tatsächlich etwas bringen würde oder ob es nicht doch eher Zeitverschwendung wäre. Niemand empfiehlt ein Buch weiter, das so schlecht geschrieben ist (sprachlich und inhaltlich), dass die Autor_innen es nicht einmal würden selbst lesen wollen. Verlieren Sie also Ihre eigenen Maßstäbe nie aus dem Blick.

 

Möchten Sie ohne Umschweife mit der Vorbereitung Ihres Buches beginnen? Dann laden Sie sich hier meine kostenlose Arbeitshilfe „Startklar zum Schreiben!“ herunter: