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Pressemitteilung oder Social Media: was ist wichtiger für Unternehmen?

Pressemitteilung oder Social Media? Oder sogar beides? Viele Unternehmen stellen sich diese Frage, denn der digitale Wandel hat auch in ihrer Pressearbeit einiges durcheinander gerüttelt. Die einfache Antwort ist: „Kommt darauf an.“ Worauf es aber genau ankommt, hat jetzt eine Umfrage unter Journalist_innen zutage gefördert.

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Pressemitteilung oder Social Media – was ist erfolgversprechender für Unternehmen?

Die dpa-Tochter news aktuell GmbH hat mehr als 1.200 Journalist_innen zu ihren Präferenzen für die tägliche Recherche befragt. Das Ergebnis, nachzulesen in dem Whitepaper Umfrage„Recherche 2016“, ist für viele Unternehmen einerseits unerwartet. Andererseits ist es eine wichtige Hilfe bei der Entscheidung, ob eine Pressemitteilung oder Social Media wichtiger für die PR ist.

Pressemitteilung als Recherchequelle wichtiger als Social Media

Denn für Journalist_innen ist die Pressemitteilung mit 86 Prozent die zweitwichtigste Recherchequelle, gleich nach dem persönlichen Gespräch und noch vor der Recherche vor Ort. Dagegen steht Social Media mit knapp 60 Prozent erst an vierter Stelle der Recherchequellen.

Doch so klar das auf den ersten Blick aussieht, sollten Sie bei einer Entscheidung in Sachen Pressemitteilung oder Social Media noch etwas beachten. Das Alter der betreffenden Journalist_innen, die Ihre Meldungen verbreiten sollen, spielt eine nicht unerhebliche Rolle.

Die Umfrage zeigt z. B. bei Social Media deutliche Unterschiede in den Altersklassen: während 78 Prozent der unter 35-Jährigen Social Media zur Recherche nutzen, stehen die über 50-Jährigen diesen Quellen mit nur 38 Prozent sehr viel skeptischer gegenüber. Bei der Pressemeldung dagegen liegen die beiden Altersgruppen lediglich acht Prozentpunkte auseinander.

Auf klassische Pressearbeit zu verzichten wäre von Nachteil

Hinzu kommt, dass laut Umfrage zwei Drittel der über 50-Jährigen das, was sie in den sozialen Medien finden, am Ende gar nicht nutzen. Während die unter 35-Jährigen diese Informationen sehr wohl nutzen, und zwar ebenfalls zu zwei Dritteln.

Es wäre also, wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen, für Unternehmen eindeutig von Nachteil, die klassische Pressearbeit zu streichen und sich nur noch auf die sozialen Medien zu konzentrieren. Andererseits sind durchschnittlich 60 Prozent immer noch eine Zahl, die Sie nicht vernachlässigen sollten.

Wenn ich Ihnen ganz grundsätzlich etwas raten sollte, dann dies: machen Sie beides, allerdings immer mit dem Hauptfokus auf der klassischen Pressemitteilung.

 

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