Newsletter-Opt-in und -Opt-out – was bedeutet das?

Es sind längst nicht nur die Spammer der „Nigeria-Connection“, die unsere Postfächer mit unerwünschter Werbung zuschütten. Es sind leider auch immer noch seriöse Unternehmen und Freiberufler_innen. Dabei sind Opt-ins und ein Opt-out Vorschrift. Doch was heißt das genau?

Opt-in und Opt-out sind wie Rettungsringe: sie bewahren uns vor dem Ertrinken im Spam. (Foto: blickpixel / pixabay)

Opt-in und Opt-out sind wie Rettungsringe: sie bewahren uns vor dem Ertrinken im Spam. (Foto: blickpixel / pixabay)

Der Begriff „Opt-in“ ist aus dem Englischen übernommen worden. „To opt in“ bedeutet, explizit seine Zustimmung zu etwas zu erklären bzw. sein Einverständnis mit einer Teilnahme zu erklären. „To opt out“ bedeutet, die Zustimmung zu verweigern, auszusteigen, sich abzumelden.

Double-Opt-in

Wer heute Newsletter, Mailings etc. versendet, muss sich hierzulande zunächst über die Vorschriften informieren. Und die besagen, dass kein Newsletter versendet werden darf, bevor nicht das sogenannte Double-Opt-in bestätigt wurde. Das heißt, die Empfänger_innen müssen ihre Zustimmung zum Erhalt Ihres Newsletters zweimal geben. Das erste Mal geben sie sie, wenn sie ihre E-Mail-Adresse für einen Verteiler eintragen. Dann müssen sie anschließend eine E-Mail erhalten, in der sie durch Anklicken eines Links bestätigen können, dass sie den Newsletter auch wirklich bekommen möchten.

Damit soll sichergestellt werden, dass das Versenden des Newsletters wirklich gewollt und er nicht aus Versehen oder von unbefugten Dritten aus Spaß abonniert wurde. Probieren Sie’s mal aus: ich habe ein Double-Opt-in für mein Tipps-Abonnement auf der rechten Seite etwas weiter oben (Sie können es auch jederzeit wieder abbestellen – ich speichere Ihre E-Mail-Adresse nicht).

 


 


Opt-out

Ebenfalls Vorschrift ist ein Opt-out, also die Möglichkeit, sich vom Newsletter wieder abzumelden. Diese Möglichkeit muss gut sichtbar in jedem Newsletter stehen. Die meisten setzen den Zusatz „Möchten Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten? Hier können Sie ihn abbestellen“ ganz ans Ende ihres Newsletters.

Es gibt leider nach wie vor Unternehmen und Freiberufler_innen, die sich über die aktuelle Rechtslage hinwegsetzen. Sie kaufen sich irgendwo E-Mail-Adressen ein und schicken ihre Werbemails munter drauflos. Manche behaupten gar, es sei gar keine Werbemail, sondern eine „private Informationsmail“. Diese Art der Kontaktaufnahme ist jedoch wettbewerbswidrig und kann eine Abmahnung zur Folge haben. Nicht nur das – versenden Sie heute noch ungefragt Werbe-E-Mails, dann werden Ihre Produkte und Angebote ziemlich sicher das Gegenteil dessen bewirken, was Sie sich erhofft haben: Ihre Angebote werden den Empfänger_innen als unerwünschter Spam in Erinnerung bleiben.

*Bitte beachten Sie: der Artikel deckt nicht alle relevanten rechlichen Faktoren beim Versenden eines Newsletters ab. Lassen Sie Ihren Newsletter vor dem ersten Versand immer juristisch auf korrekte Angaben und Vorgehensweisen prüfen.*

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