7 Tipps zum Redenschreiben

Mark Twain sagte einmal, eine gute Rede habe einen guten Anfang und ein gutes Ende, und beide sollten möglichst nah beieinander liegen. Das ist einfacher gesagt als getan, doch gibt es ein paar Tipps zum Redenschreiben, mit denen es leichter für Sie wird.

Mit diesen 7 Tipps wird Ihnen das Redenschreiben leichter fallen. (Foto: Condesign / pixabay)

Mit diesen 7 Tipps wird Ihnen das Redenschreiben leichter fallen. (Foto: Condesign / pixabay)

1. Fangen Sie frühzeitig mit dem Sammeln von Ideen an.

Viele schieben die unangenehme Arbeit des Redenschreibens so lange wie nur irgend möglich vor sich her. Das ist ein Fehler, denn die besten Ideen kommen einem zwischendurch, während man noch gar nicht (panisch) an der Rede schreibt. Fangen Sie deshalb frühzeitig an, über Ihre Rede nachzudenken. Notieren Sie sich die Ideen unbedingt, denn auch wenn Sie glauben, dass diese neue Idee jetzt wirklich so klasse ist, dass Sie sie garantiert nicht vergessen werden, haben Sie sie normalerweise spätestens am nächsten Morgen vergessen.

2. Strukturieren Sie Ihre Rede.

Geben Sie Ihrer Rede Struktur: sie muss einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben. Das klingt selbstverständlich, doch kaum eine Rede ist wirklich so aufgebaut. Je klarer Sie sich beim Schreiben über Struktur und Ablauf sind, desto leichter wird es Ihnen fallen, überhaupt mit dem Schreiben zu beginnen. Und desto einfacher wird es, sich dabei auf das Wesentliche zu beschränken und nicht unnötig auszuschweifen.

3. Sortieren Sie Ihre Thesen richtig herum.

Wie, richtig herum? Erstens, zweitens, drittens, und zwar in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit – ist doch klar! Bei einer Rede trifft das aber nicht unbedingt zu. Wenn Sie Ihr schwächstes Argument, Ihre schwächste These gleich an den Anfang stellen, dann bekommt Ihr Publikum das Signal: „Langweilig, kannst abdriften!“, und ihre zweite These wird schon den Dämmerschlaf nicht mehr durchdringen. Bringen Sie also nie Ihre schwächste These zu Beginn. Aber auch nicht Ihre stärkste – Sie sollten nicht sofort all Ihre Trumpfkarten ziehen. Ordnen Sie sie so an, dass sie mit starken Thesen beginnen, dann mit einer schwächeren weitermachen und sich zum Ende hin wieder steigern.

4. Schreiben Sie im Aktiv.

„Der Umsatz muss gesteigert werden.“ Abgesehen davon, dass dieser Satz eine überflüssige Platitüde ist (denn wessen Umsatz muss heutzutage nicht gesteigert werden?), ist er auch noch unsäglich langweilig, weil er im Passiv geschrieben ist. „Wir müssen den Umsatz steigern!“ hingegen klingt aktiv, ist eine indirekte Handlungsaufforderung, und Publikumsohren spitzen sich dabei viel eher als bei passiven Sätzen. Wer bei Reden dauernd im Passiv spricht, sorgt zuverlässig dafür, dass sein Publikum langsam einnickt. Also schreiben Sie Ihre Rede unbedingt im Aktiv.

5. Sagen Sie’s mit einfachen Worten.

Es heißt, wer sein Anliegen nicht mit ganz einfachen Worten schildern kann, hat es im Grunde selbst nicht verstanden. Das trifft sicher nicht immer zu, doch ist da viel Wahres dran. Auch wenn Sie besonders sprachbegabt sein sollten, formulieren Sie Ihre Rede nicht mit verschachtelten Sätzen und spicken Sie sie nicht mit unzähligen Fremdworten. Halten Sie sie so einfach wie möglich, damit auch wirklich alle Anwesenden die Chance haben, zu verstehen, worum es Ihnen geht. Suchen Sie sich dazu immer auch Vergleiche und Beispiele aus der Lebenswirklichkeit Ihres Publikums.

6. Steigen Sie stark ein.

„Guten Tag, sehr geehrte [hier folgt die lange Liste aller anwesenden Würdenträger_innen], meine sehr verehrten Damen und Herren. Ich freue mich, heute hier zu sein und bedanke mich bei [wichtige Personen] für die freundliche Einladung.“ Ein Einstieg, der das Publikum Schlimmes ahnen lässt. Denn wer so in eine Rede einsteigt, wird wahrscheinlich nicht besser werden. Denken Sie sich also einen starken Einstieg aus – beginnen Sie mit einer These, einem aktuellen Vorkommnis oder etwas, das Ihr Publikum aus dem eigenen Leben kennt. Sie müssen von der ersten Sekunde an das Interesse Ihres Publikums wecken – häufig wartet draußen nämlich das Buffet, und das müssen Sie vom ersten Moment an vergessen lassen.

7. Machen Sie einen starken Abgang.

Das Ende einer Rede sollte nicht irgendwie ausfransen und mit einem Satz wie „Vielen Dank fürs Wachbleiben für Ihre Geduld für Ihre Aufmerksamkeit“ enden. So beenden doch fast alle ihre Reden! Und finden Sie das beeindruckend? Machen Sie einen starken Abgang – z. B. mit einer Zukunftsvision, mit einer Handlungsaufforderung an Ihr Publikum, mit einer steilen These, einer Frage oder kommen Sie nochmal auf den starken Anfang Ihrer Rede zurück. Auf diese Weise wird Ihre Rede – wenn Sie das alles gut gemacht haben – in Erinnerung bleiben. Und wenn Sie sich kurz genug gefasst haben, wird Ihr Publikum (trotz des Buffets) idealerweise denken: „Schade, das hätte gerne noch länger sein können.“

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Ob Sie eine Rede für einen Kongress, ein Firmenjubiläum, eine Betriebsfeier, eine Hochzeit oder Taufe etc. benötigen, ich helfe Ihnen gern: ich schreibe Ihre Rede, aber ich überarbeite auch gerne Ihren Entwurf. Rufen Sie mich an (Tel.: 04702 – 521 79 60) oder schreiben Sie mir eine E-Mail, damit wir besprechen können, was ich für Sie tun kann.

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